FC Aemme - FC Langenthal 1:2 (0:2)

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Matchbericht 1. Mannschaft Saison 2022/2023

Samstag, 15. Oktober 2022

FC Aemme – FC Langenthal 1:2 (0:2)

Sportplatz Sonnematte, Hasle-Rüegsau, 50 Zuschauer

Tore: 0:1 05. Lanz, 0:2 33. Hausic, 1:2 48. Prsic

FC Aemme: Minder, Valentin Beutler, Reist, Rupp, Dario Erhard, Micha Hofer, Prsic, Zinniker, Luca Beutler, Lüthi, Dominik Gerber.

Ersatzspieler: Schüpbach, Elias Hofer, Nico Erhard, Florian Neuenschwander, Zürcher, Samuel Enrique Mago Gimenez, Kämpfer.

Bemerkungen: Holzer, Alex Nyffenegger (beide verletzt), Rindisbacher (nicht im Aufgebot), Robin Hösli (2. Mannschaft), Stettler, Leuenberger, Burkhalter (alle abwesend).

Erste Niederlage für den FC Aemme!

Nach dem Kantersieg am letzten Wochenende musste das Team um Trainer Spunda dieses Wochenende mit einem 1:2 gegen den FC Langenthal die erste nicht zwingende Niederlage der laufenden Meisterschaft in Kauf nehmen und war dementsprechend nach dem Schlusspfiff verständlicherweise sehr enttäuscht. Über die ganze Spielzeit gesehen war der FC Aemme nicht die schlechtere, einfach die unglücklichere Mannschaft. In den ersten 45 Minuten war das Team aus dem Emmental nicht im Spiel und musste sich mit Händen und Füssen gegen ein kampfstarkes FC Langenthal wehren. Zu alle dem wurde der in der 19. Minute zugesprochene Elfmeter beim Stand von 0:1 für den FC Aemme nicht im Tor untergebracht. Mit einem 0:2 im Rücken wurde zur Pause gepfiffen. Der FC Aemme kam mit viel Rückenwind und Power nach dem Pausentee auf den Platz und wollte gleich ein Zeichen setzen. Das klappte auch, denn in der 48. Minute schoss Prsic den längst fälligen Anschlusstreffer. Weitere gute Torszenen folgten, aber der verflixte Ausgleichstreffer wollte und wollte nicht fallen. In der 87. Minute schwächte sich der FC Aemme noch selber, denn der Unparteiische schickte Prsic nach der zweiten gelben Karte vorzeitig unter die Dusche. So musste der FC Aemme mit einem Spieler weniger die erste Niederlage in Kauf nehmen. Der Herbstmeistertitel ist mit dieser Niederlage aber nicht vom Tisch, steht man doch mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Herzogenbuchsee immer noch auf Platz 1 der laufenden Meisterschaft. Das heisst für den FC Aemme, dass in 14 Tagen das letzte Spiel in Zollbrück gegen den FC Roggwil gewonnen werden muss.

Das Spiel startet mit viel Power und Tempo, geht es doch für beide Teams um sehr viel. Für die Gäste aus Langenthal um mit einem Sieg den Anschluss zu Spitze zu halten und für unser Team den 4- Punkte-Vorsprung auf den FC Herzogenbuchsee zu halten und sich somit eine Runde vor Schluss der Vorrunde den Herbstmeistertitel zu sichern. Die Platzverhältnisse lassen zu wünschen übrig, doch es ist für beide Teams gleich. Die Partie beginnt mit einem Paukenschlag, denn bereits in der 5. Minute gehen die Gäste mit 0:1 in Führung. Mit einem super gespielten Pass in die Schnittstelle unserer Defensive steht der Stürmer aus Langenthal plötzlich alleine vor unserem Torhüter und lässt diesem keine Abwehrchance. Wir waren einen Moment nicht konzentriert und dies nützen die Gäste gnadenlos aus und gehen in Führung. Die Gäste lassen uns kaum Luft, denn sie betreiben ein sehr effizientes Forechecking auf den Ballführenden und so werden wir immer wieder zu Fehlzuspielen verleitet. Diese nützen die Gäste gnadenlos aus mit schnellem Umschalten in den Angriffsmodus. Wir müssen uns mit Händen und Füssen wehren. In der 11. Minute kann Rupp in letzter, wirklich in aller letzter Sekunde und mit viel Einsatz den Schuss in den Corner ablenken. Guter Angriff unsererseits über die rechte Angriffseite mit einem Ball auf den pfeilschnellen Jöschu. Dieser erkämpft sich den bereits verloren gegangenen Ball und spielt diesen von der Grundlinie in den Rückraum auf den heranstürmenden Bogi. Der gute Schuss kann aber von der vielbeinigen Abwehr der Gäste geblockt und weggeschlagen werden. 13. Minute sehr gut getimte Flanke von der rechten Seite durch Micha Hofer in den Strafraum direkt auf den Kopf von Domi, doch auch dieser Ball fliegt neben das Tor ins Out. 17. Minute guter Schuss Bogi aus der Drehung, auch dieser Ball bleibt jedoch in der Abwehr der Gäste hängen. Der anschliessende Corner von der rechten Seite, getreten durch Domi, fliegt in den Strafraum, dort sieht der Unparteiische ein Handspiel und zeigt ohne zu zögern auf den Elfer. Zinni setzt sich den Ball und der Torhüter kann diesen Schuss in Corner abwehren. Schade, aber das kann passieren. Wir verlieren des Öfteren Bälle in der Vorwärtsbewegung und dies nützen die Gäste aus Langenthal kaltblütig aus. Immer wieder brennts deshalb vor unserem Tor respektive in unserem Strafraum. Das Spiel des FC Langenthal ist durchschaubar, denn sie operieren immer wieder oder fast  über das ganze Spiel mit langen Bällen in die Spitzen. Defensiv sind die Gäste mit grossen Spielern top und mit hohen Bällen von unserer Seite haben wir praktisch keine Chancen im Strafraum. Die Lufthoheit haben ganz klar die Gäste. 32. Minute Lattenknaller Domi! 33. Minute nach einer Standardsituation (Freistoss) aus 20 Metern fliegt der Ball in Strafraum und wir sind irgendwie irgendwo. So steht der Stürmer der Gäste vor Minder und lässt unserem Torhüter keine Abwehrchance. Somit steht es 0:2. Auch wir haben unsere Chancen, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch manchmal stehen wir uns selber im Wege oder es fehlt das Quäntchen Glück, das teilweise in den letzten Spielen auf unserer Seite war, um das Runde ins Eckige zu schiessen. Der FC Langenthal ist auch immer ein Schritt früher am Ball als unsere Jungs und im Ballbesitz spielen sie clever und abgeklärt. Doch das Spiel ist auch beim Pausenpfiff des Unparteiischen noch längst nicht entschieden oder verloren, denn der FC Langenthal kocht auch nur mit Wasser und wir kommen stärker, motivierter und mit viel Engagement aus der Pause zurück.

Gesagt, getan! Wir brauchen jetzt so schnell wie möglich den Anschlusstreffer und das Team aus dem Emmental powert erst jetzt so richtig los. Die Gäste müssen noch mehr laufen und um jeden Ball kämpfen, denn unsere Jungs sind ab der 46. Minute Herr auf der Sonnematte. Bereits in der 48. Minute trägt dies Früchte. Anschlusstreffer durch Bogi, super Ball von Jöschu auf Micha Hofer, dieser läuft mit dem Ball am Fuss in den Strafraum, spielt den genialen Pass vor das Tor und wer steht dort einschussbereit? Richtig, Bogi. Schon liegt der Ball im Netz. Wir sind jetzt im Spiel und powern Richtung Ausgleich. Was so ein Tor mit einem Team macht, unglaublich und schön. Die Körpersprache stimmt jetzt bei unseren Jungs, jeder ist zu 100 % auf den Fussball fokussiert. Der FC Langenthal ist nicht mit langen hohen Bällen zu knacken, sondern mit schnellen und geradlinigem Flachpassspiel wie beim Anschlusstreffer. 58. Minute Rupp rettet nach einem von der rechten Seite getretenen Corner für den bereits geschlagenen Minder auf der Torlinie. Mit einigen zweifelhaften Entscheidungen des Unparteiischen bringt er viele Emotionen ins Spiel und muss aufpassen, dass ihm das Spiel nicht entgleitet. Sind so ab der 70. Minute klar das bessere Team auf dem Platz und dem Ausgleichstreffer näher als die Gäste aus Langenthal dem 1:3. 74. Minute nach einem Corner von rechts fliegt der Schuss von Rupp an die Querlatte. Die Torchancen häufen sich auf unserer Seite. Die Gäste operieren jetzt nur noch mit langen Bällen in die Spitzen. Sie zahlen zu Ende des Spieles auch ein wenig Tribut für die hohe Laufarbeit die sie verrichten mussten. Gute Flanke in der 78. Minute von der linken Seite in den Strafraum, doch der Kopfball von Lecce kann der Torhüter, der jetzt immer mehr im Mittelpunkt des Geschehens steht, abwehren. 82. Minute wir versuchen jetzt auch noch mit der sogenannten Brechstange den Ausgleich zu erzielen, was aber nicht wirklich funktioniert. Die Gäste können nicht mehr auf unsere Angriffswellen reagieren und schlagen die Bälle jetzt einfach nach vorne, wo niemand steht, der den Ball annehmen kann. So können wir einen weiteren Angriff Richtung Ausgleich starten, bleiben aber weiterhin ohne Torerfolg. Auch wir müssen jetzt Tribut zahlen für die hohe Laufbereitschaft, den Kampf und das Engagement auf dem Feld. Aber wie sagt man so schön: «Der Glaube stirbt zuletzt!» In der 87. Minute schwächen wir uns noch einmal selber mit der Gelb/Roten Karte von Bogi. Und dann ist diese erste Niederlage Tatsache für ein aufopfernd kämpfendes Team, das nie aufgegeben und immer daran geglaubt hat dieses Spiel noch zu gewinnen. Trotz Niederlage stimmt dies für das letzte Spiel zuversichtlich.

«DER WEG IST DAS ZIEL!»

Der Schreiberling

Dänu Wüthrich

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